Intraokulare Kontaktlinsen (ICL)
Eine weitere Alternative bei hoher oder sehr hoher Fehlsichtigkeit ist die implantierbare Kontaktlinse (ICL = ?Intraocular-Contact-Lens?, auch PRL = Phakic Refractive Lens)
Sofern keine Altersweitsichtigkeit vorliegt kann auch gleichzeitig eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) mit dem torischen Moodell ausgeglichen werden. Die Fähigkeit zur Naheinstellung (Akkomodation) bleibt erhalten, da die körpereigene Linse erhalten und die Hornhaut in der Regel unberührt bleibt. Eine Nachkorrektur ist deshalb durch einen Austausch der Linse möglich.
Operationsverfahren und Linse werden stetig weiterentwickelt. Die ICL wird in Deutschland seit 1997 verwendet und ist seit 1993 auf dem Markt. Sie besteht aus dem sehr verträglichen und innovativen Material Collamer. Zwischen Iris (Regenbogenhaut) und körpereigener Augenlinse wird diese Hinterkammerlinse in das Innere des Auges eingesetzt.
Für wen sind intraokulare Kontaktlinsen (ICL) geeignet?
Ob Ihre Augen für die Implantation einer intraokularen Kontaktlinse geeignet sind oder ob Sie die grundlegenden Voraussetzungen erfüllen, wird durch eine exakte Voruntersuchung ermittelt.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Indikation für die ICL gegeben ist:
- Ihre Sehstärke ist seit mindestens einem Jahr stabil (Veränderung unter 0,5 dpt)
- Es liegen keine anderen Augenerkrankungen vor (Grauer Star, Grüner Star, Makuladegeneration etc.)
- Ihr allgemeiner Gesundheitszustand ist gut.
- Sie sind zwischen 21 und 50 Jahre alt.
- Der Sehfehler beträgt bis - 20 dpt bzw bis + 20 dpt (mit oder ohne Hornhautverkrümmung)




